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Review: Vikings Staffel 6.1

Die Götterdämmerung naht – oder einfach nur das Ende der Serie Vikings. Im ersten Teil der 6. Staffel gehen wir wieder auf Reisen mit den Söhnen Ragnars und erleben die Welt vom damaligen Norwegen.

© History Channel

Die Wikinger unter sich

Seit bald 7 Jahren begleitet uns schon die Erfolgsserie Vikings, die sich schon vor einigen Jahren als mehr als geeigneter Ersatz für Game of Thrones entpuppt hat. Weiterhin geht es um die Geschichte von Ragnar und seinen Söhnen. Neben Björn spielen da Ivar, Ubbe, Hvitserk und die legendäre Schildmaid Lagertha ebenfalls entscheidende Rollen.

Die Staffel setzt dort an, worauf die vergangenen Staffeln hingearbeitet haben. Ivar befindet sich auf der Flucht und gelangt über Umstände in das Königreich der Rus. Björn ist König von Kattegatt und Lagertha plant ihren wohlverdienten Ruhestand abseits des Troubles der Vergangenheit. Aber auch die Storyline rund um Island und deren Charaktere findet Platz in der Staffel.

Ruhiger aber nicht weniger spannend

Die letzten Staffeln waren, bis auf wenige Ausnahmen, immer vollgepackt mit Action und Schlachten. Zwar wird auch in dieser wieder ordentlich gekämpft, jedoch wirkt es so, als sei alles etwas entspannter geworden. Statt dass es zur Schlacht kommt, wird eher das Gespräch gesucht – jedoch wissen wir alle was so Gespräche bewirken: Intrigen!

„Wer will hier wen ausspielen?!“

Egal ob es Ivar und seine neuen (Schein-)Freunde um Prinz Oleg in Kiew betrifft, Harald in Norwegen, die Island-Geschichte oder die Söhne Ragnars selbst: Man weiß nicht wem man trauen kann oder wer welches Spiel treibt. Dieser Umstand verleiht der 6. Staffel bis zum Ende eine ordentliche Prise Spannung. So stehen die Charaktere im Vordergrund, was den Zuschauer tatsächlich vor den Bildschirm bannt.

Das geht ein Stück auf Kosten der Action und Schlachten, vor der wir uns in der 5. Staffel kaum halten konnten. Allerdings kann die Staffel durch die besondere Betrachtungsweise mancher Handlungsstränge besonders punkten. In den 10 Folgen bis zum Midseason-Finale sind immer wieder hochemotionale Stellen eingebaut, die eingefleischte FANs besonders mitnehmen.

Die Mystik und die Götter-Geschichten halten ebenfalls wieder vermehrt Einzug in die Serie und jeden einzelen Charakter trifft das auf eine eigene Art und Weise. Teilweise so sehr, dass auf der Couch mehr als nur Fragezeichen entstehen.

Ivar Prinz Oleg Kiew Rus Wikinger Review Kritik Vikings Staffel 6.1
© History Channel

Was geht hier vor sich?

Gerade die Storyline um Ivar ist fesselnd. Der Knochenlose ist ja sonst immer bekannt dafür andere auszuspielen und auszunutzen. Nun bekommt er es jedoch mit einem ebenbürtigen Kollegen zu tun. Dadurch wird die Geschichte in Kiew unglaublich spannend und undurchsichtig.

© History Channel

Genau so mysteriös ist aber auch alles, was mit Island zu tun hat – ohne zu spoilern –  Floki ist scheinbar verschwunden und irgendetwas merkwürdiges scheint auf der Insel vor sich zu gehen. Ein Umstand der nicht jedem gefällt und dadurch wieder einige Charaktere gegeneinander aufwiegelt. Genau dieses Zusammenspiel zieht sich durch die ganze (halbe) Staffel und lässt die vergleichsweise wenige Action vergessen. 

Immer wieder entstehen kleinere Konflikte zwischen den Hauptdarstellern und die Geschichte wendet sich das ein oder andere Mal. Zum Ende der Staffel nimmt das Ganze noch einmal Fahrt auf und die Storylines prallen aufeinander – ein fulminantes Finale mit Cliffhangern. Bis November 2020 müssen sich FANs jedoch noch gedulden, eher der zweite Teil der 6. Staffel erscheint.

Unser Fazit zur Staffel 6.1 von Vikings

Wer mal wieder Lust auf Charakterentwicklung, Intrigen und den ein oder anderen Gewaltausbruch hatte, wird mit der Staffel nicht enttäuscht. Die Serienmacher schaffen es sogar die vielleicht besten Episoden der gesamten Serie zu erschaffen, die den Zuschauer auf eine emotionale und spannende Reise mitnimmt. Sicherlich sitzen nicht alle Twists und einige Logiklöcher haben sich eingeschlichen, jedoch kann die Staffel das schnell wieder wett machen. Am Ende bleibt nur eins: Ein riesiger Cliffhanger und extrem viel Lust auf das große Finale von Vikings.

+ Mega Setting

+ Charakterentwicklung

+ Intrigen und Twists

+ Spannend bis zum Schluss

– Manche Zusammenhänge bleiben unklar

– An manchen Stellen mit Längen

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