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Review: The Mandalorian

Disney+ startet in Deutschland und damit auch endlich The Mandalorian. Egal, ob ihr die Serie auf Disney+ oder Pro7 schaut: Wir haben lange genug drauf gewartet und wollen endlich wissen, welche Abenteuer Mando und der grüne Zwerg erleben. Was euch in der weit entfernten Galaxie erwartet, erfahrt ihr im FANwerk Serien Review.

Disney+ warum nur?!

Am 12.11.2019 launchte der Streamingdienst Disney+ in den USA.

Der nächste Meilenstein in den großen „Streaming Wars“, die auf der einen Seite viele großartige selbstproduzierte Inhalte der großen Video-on-Demand Plattformen versprechen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, auf der anderen Seite aber auch einen diversen Markt schaffen, auf dem man sich als Konsument entscheiden muss, wie vielen Streaming-Giganten man denn nun sein Geld in den Rachen schieben möchte und auf welche Inhalte man also gezielt verzichten möchte.

Nun fragt ihr euch bestimmt, warum dieses Review erst jetzt erscheint. Ganz einfach: Disney+ erscheint in Deutschland erst am 24.03.2020

Wir konnten „The Mandalorian“ also bisher nur sehen, wenn wir einen VPN hatten, um unseren Standort digital in die USA oder eines der anderen Länder, die Disney+ bereits abonnieren können, versetzt haben, wenn wir zu Studienfreunden in den Niederlanden gefahren sind (ja, die konnten schon alles sehen) oder wenn wir uns auf nicht ganz legale Weise Zugang zu einschlägigen Streamingseiten im Netzt verschafft haben, um die Serie in mieser Bild- und Ton-Qualität anzuschauen.

Wir wunderten uns also, warum die Welt da draußen mit „Baby Yoda“-Memes um sich schmiss und warum allem Anschein nach die ganze Welt, außer uns, „The Mandalorian“ so abfeierte.

Nun, was soll ich euch sagen? Der Stichtag rückt näher. Trotzdem hat Disney beschlossen, uns „The Mandalorian“ auch hierzulande, ganz nach dem Vorbild vor 4 Monaten, nur eine Folge pro Woche zur Verfügung zu stellen. Wir können also nicht mal alles durchbingen, um schnell auf den aktuellen Stand zu kommen. Das macht nicht nur mich, sondern mit Sicherheit auch euch wütend, oder?!

Nun aber: genug geranted. Wir wollen doch wissen, was die Serie, auf die wir so lange gewartet haben und auf die wir immer noch warten, so besonders macht. Warum die Welt Staffen 2 kaum mehr erwarten kann. Und warum Baby Yoda so süß ist. (Zugegeben, die letzte Frage kann sich jeder selbst beantworten. Dieser Cutie ist unwiderstehlich)

 

Western neu erfunden

Zunächst: Jon Favreau (bekannt als Happy aus dem MCU und Regisseur von u.A. Iron Man) war eine tolle Wahl als Autor und Producer und auch seine weiteren Regiesseure Dave Filoni, Taika Waititi, Deborah Chow, Rick Famuyiwa und Bryce Dallas Howard lassen uns grandios eintauchen in eine Welt nach dem Fall des Imperiums. Eine Welt, die sich neu ordnet und bei der noch nicht ganz klar ist, wer denn in Zukunft das Sagen hat, in der Galaxy far, far away.

Eine tolle Vorraussetzung, um ein bekanntes Genre, welches seit langem nicht mehr so viel Liebe bekommen hat, zu neuem Glanz zu bringen: The Mandalorian ist ein Western, wie er im Buche steht. Der einsame Held ohne Namen (nur Mando gerufen) durchstreift ganz allein die Galaxis und schlägt sich, wie für Mandalorianer so üblich, als Kopfgeldjäger durch. Wow. Wir dachten immer Western wären immer gleich und deshalb langweilig. Doch das Star Wars Setting verleiht dem Ganzen eine ganz neue Dynamik, die uns persönlich verdammt gut gefällt. Ein Space-Western erwacht zum Leben.

„The Mandalorian macht einiges richtig, was die neuen Filme verpasst haben“

Die Mandalorianer an sich kennen wir in Film, Fernsehen und Videospielen bereits seit der Originaltrilogie. Boba Fett war zwar nur als Nebenfigur geplant, hat sich aber von Anfang an größter Beliebtheit erfreut und auch ein eigenes Cartoon-Spin-Off im brüchtigten Holiday Special von 1978 bekommen, welches wir aber lieber ganz schnell wieder vergessen. In der Prequel-Trilogie lernten wir seinen Vater Jango kennen und Sabine, ebenfalls Mandalorianerin, ist eine der Hauptfiguren der Animationsserie Star Wars: Rebels. Diese Liste ließe sich noch um einiges weiter ausführen.

Mandalorianer sind uns also bekannt. Auch in Ihrer Form als Kopfgeldjäger. Doch sie, in einer um Macht kämpfenden Welt, als Space-Cowboys zu inszenieren, das ist neu und extrem erfrischend.

© 2019 Lucasfilm Ltd.

 

Is Story King?

Die 8 Episoden oder Kapitel, wie sie die Serie selbst nennt, haben im Durchschnitt eine Laufzeit von 40 Minuten. Das ist nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz, um uns in jeder Folge aufs neue vor die Frage zu stellen, worum es in dieser Serie eigentlich geht.

Mando, gespielt von Pedro Pascal (Game of Thrones) und der erstaunlich nach echter Puppe und nicht nach CGI-Monster aussehende Baby Yoda scheinen die einzigen Konstanten zu sein, nachdem Mando seinen grünen Freund entgegen seines Auftrages nicht an die Überreste des Imperiums ausliefert. Beide werden also fortan gejagt und erleben gemeinsam Abenteuer.

Wie diese Abenteuer jedoch in einem größeren Kontext zusammenhängen erfahren wir bis zum Ende der Staffel 1 quasi nicht.

Doch das macht eigentlich nichts. Denn trotz alledem macht die Serie Spaß und jedes Abenteuer macht für sich gesehen Lust auf mehr aus dieser neuartigen, aber doch so vertrauten Welt.

© 2019 Lucasfilm Ltd.

Und auch die fast schon väterliche Bindung, die nach und nach zwischen dem harten Mandalorianer, der unaufhörlich an seiner Beskar Rüstung arbeitet und niemals seinen Helm absetzt und dem kleinen, aber durchaus machtsensitiven, grünen Zwerg entsteht, fesselt uns an den Bildschirm.

Auch die Visual Effects sehen, durch verstärkten Einsatz von Puppen und vielen Practical Effects, statt CGI, extrem gut aus und erinnern an die glorreichen Zeiten der Original-Trilogie, unterstützen aber gleichzeitig die Tiefe der geschaffenen Space-Western-Welt.

Auch die Tatsache, dass The Mandalorian quasi sofort nach Start auf dem US-Markt um eine zweite Staffel verlängert wurde, macht uns Hoffnung, dass wir auch in Zukunft coolen Star Wars Content bekommen, der qualitativ dem Franchise würdig ist UND innovative Ideen als Grundlage nimmt, unsere FAN-Herzen zu erfüllen.

 

Unser Fazit zu The Mandalorian

Auch wenn wir nicht genau wissen, wo das ganze eigentlich hinführen soll, lebt The Mandalorian von seiner Welt, seinen Emotionen, Charakteren und den kleineren und größeren Überraschungen, die wir natürlich noch nicht verraten wollen. Die Serie lässt uns in eine Star Wars Welt eintauchen, die neuartig, aber dennoch vertraut ist und fesselt uns 8 Kapitel lang an die Bildschirme, ohne langweilig zu werden. Außerdem hat uns die Serie schon eine Menge Memefutter durch denkwürdige Momente gegeben. Das Team um Jon Favreau und natürlich unser kleiner, grüner Freund Baby Yoda machen Hoffnung, dass es auch unter der Disney-Führung möglich ist, coole Star Wars Geschichten zu erzählen und Star Wars für die Zukunft zu wappnen.

+ Glaubhafte Space-Western Welt

+ Tolle Charaktere

+ Guter Mix aus Vertrautheit und Innovation

+ Gute Visual Effects

+ Baby Yoda

– Übergeordnete Geschichte ist recht dünn

– Teilweise etwas zu langsames Erzähltempo

– Manchmal etwas dunkel

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