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Review: Ragnarök

Ragnarok Cast FANwerk Review Kritik Netflix Series
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Nordisches Twilight ohne Glitzer

Diese Assoziation war wohl das Erste, an das wir gedacht haben als wir den Plot der Serie erfahren und den Trailer zum ersten Mal gesehen haben. Die Geschwister Magne und Lauritz ziehen zusammen mit ihrer verwitweten Mutter in ihre Heimatstadt Edda. Die norwegische Kleinstadt ist bekannt dafür, der letzte Ort auf der Erde gewesen zu sein, der noch an die alten nordischen Göttern und deren gesamte Mythologie geglaubt hat.

Nachdem Magne einem älteren Herren im Rollstuhl über die Straße geholfen hat, streicht ihm eine ebenso alte Dame über die Stirn während sie sich bedankt und ihn lobt. Ab diesem Moment bemerkt Magne erhebliche Veränderungen an sich selbst: nicht nur ist er deutlich stärker und schneller, er kann auch besser sehen, riechen und sogar das Wetter vorhersagen.

Diese besonderen Kräfte helfen dem 16-jährigen jedoch nicht sich vor der Schule zu drücken. Dort freundet sich der introvertierte Superheld in spe mit der Außenseiterin und Umweltaktivistin Isolde an. Diese beschäftigt sich mit der Umweltverschmutzung und Erderwärmung, mit der die Stadt Edda zu kämpfen hat. Sie vermutet, dass der ansässige Familienkonzern Jutul dafür verantwortlich ist. Als Isolde unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, beginnt Magne nachzuforschen.

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Das Alte auf neue Weise tun

Der Punkt, der uns wohl mit Abstand am besten gefallen hat, ist die innovative Herangehensweise mit der Produzent und Regisseur Adam Price und David Stakston an das Thema herantreten.

Im Verlauf der Geschichte zeigt sich recht schnell, dass die Mitglieder der Familie Jutul in Wahrheit die unsterblichen Riesen aus der nordischen Mythologie sind und seit Jahrtausenden unbemerkt unter den Menschen leben. Magne wird währenddessen zur Inkarnation des Gottes Thor, der die Menschheit und Natur bereits vor tausenden Jahren vor den Riesen beschützt hat.

Alte Götter in die Neuzeit zu versetzen und mit typischen Teenagerproblemen wie Schule und Liebe zu konfrontieren hat uns sehr gut gefallen. Nicht nur ist es neu und einzigartig, es funktioniert auch extrem gut. Auch die Antagonisten werden gekonnt in die Neuzeit eingegliedert. Anstatt mit roher Gewalt ihre Macht über die Menschen zu vergrößern, wählen die Riesen den politischen bzw. den wirtschaftlichen Weg.

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Thor als Umweltaktivist

Zu guter Letzt ist die unterschwellige Gesellschaftskritik auf jeden Fall noch erwähnenswert. Themen wie die Verschmutzung von Flüssen und das Schmelzen der Gletscher spielen in Ragnarök eine zentrale Rolle.

Einwohner der Stadt Edda weigern sich, sich mit dem Thema der Umweltverschmutzung auseinander zu setzen und sind mehr oder weniger taub für Beweise. In ihren Augen überwiegt der Profit, den sie durch die Firma Jutul bekommen, die negativen Konsequenzen auf die Umwelt. Magne ist also als frisch gebackener Thor der einzige, der gegen die Jutuls arbeitet.

+ Innovative Erzählung der bekannten Mytholgie

+ Der dänische Filmstil überzeugt

+ Thematisch passende Gesellschaftskritik

+ Überraschend solides CGI

– Teilweise ein wenig verwirrend

– Pacing der Story mal zu schnell mal zu langsam

– Manche Charaktere bleiben flach

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