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Review: Britannia Staffel 2

Die spinnen die Briten! Oder doch die Römer? Es geht weiter mit der zweiten Staffel von Britannia. Ob die Macher der Serie hier im Vergleich zur ersten Staffel einen drausetzen konnten, erfahrt ihr im Rewview.

© Sophie Mutevelian / Sky

Druiden und andere Verrückte

Bereits in der ersten Staffel von Britannia (zum Review) wurde deutlich, dass die Trailer etwas mehr versprechen, als die Staffel dann halten konnte. Vor allem die Geschichte um Götter, Mythen und Druiden führte oft zur Verwirrung. So war unsere Erwartungshaltung an die zweite Staffel dementsprechend hoch.

Die Römer manifestieren ihre Stellung auf der Insel und behaupten sich gegen Britannien. Allen voran der Römer Aulus, der als Anführer der Legion stark mit dem Glauben auf der Insel verbunden scheint und in dem Spiel der Druiden mitmischt. Hier nehmen in der Staffel vor allem der bekannte Veran und sein Bruda Harka den Großteil der Story in ihre Hand.

Verwirrte auf Drogen oder so…

Wie auch die erste Staffel dreht sich im Kern alles um das Mädchen Cait und die Erfüllung der Prophezeihung. Das alleine war schon verrückt und verwirrend genug. Sie soll nach wie vor der Schlüssel sein, um die Römer von der Insel zu vertreiben. Durch die dazugedichtete Geschichte rund um Harka, werden die einzelnen Charakterstränge teilweise vermischt und dadurch noch undurchsichtiger.

„Ich hatte so gehofft dass es besser wird!“

Wäre es weiterhin so, dass es um den reinen Konflikt zwischen Kelten und Römern geht, mit den klassichen Intrigen, Charakteren und den damit einhergehenden Gefechten, wäre Britannia sicherlich das Vikings aus der Sky Schmiede. Durch die vielen FANtasy-Elemente und die nicht klare Erzählstruktur bleibt viel Potenzial einfach liegen.

Dabei funktionieren ja „verwirrende“ Erzählstränge mit abgefahrener FANtasy durchaus – das hat uns The Witcher bewiesen. Nun haben wir hier eine Story die durcheinander geworfen wird und bis zum bitteren Ende einfach nicht klar aufgelöst wird. Ganz im Gegenteil!

Zwar hat auch die zweite Staffel von Britannia ihre Momente, die für Action und/oder „spaßige“ Unterhaltung sorgen, jedoch sind diese nur von kurzer Dauer. Zu schnell geht es wieder an neue Charaktere die nicht ausreichend beleuchtet werden und einer Erzählung die zumindest bei der ersten Sichtung nicht immer Sinn ergibt.

© Sophie Mutevelian

Gut gestartet… schnell nachgelassen

Eigentlich startet die zweite Staffel ganz gut und verspricht das, was uns in der ersten Staffel etwas gefehlt hat. Auch die Einführung neuer Charaktere gelingt bis auf ein paar Stellen. Dieser Effekt ist aber nicht von langer Dauer, da gefühlt viele Stränge in der Bedeutungslosigkeit versinken.

© Robert Viglasky/Sky

Der gesamte Part der Römer kommt irgendwie zu kurz. Die Machtlust und die Skrupellosigkeit eines Aulus hätten so ein gutes Potenzial der Antagonist und römische Bösewicht zu sein, wie er im Buche steht – was jedoch nicht konsequent durchgezogen wird.

Letztlich sorgte die Staffel vielmehr dafür, dass aus Gucklust eher Guckfrust wurde. An der ein oder anderen Stelle weiß Britannia mit der zweiten Staffel dennoch zu überraschen und uns irgendwie mitzunehmen. Aber dann ist die Staffel gefühlt auch schon vorbei.

Unser Fazit zur 2. Staffel Britannia

Im Großen und Ganzen werden wir nicht grün mit der Serie. Die Hoffnungen auf Besserung wurden irgendwie zerschlagen. Vielleicht resultiert der Frust aus der Erwartungshaltung oder daraus, dass hier Geschmackssache wirklich groß geschrieben wird. Es bleibt dabei: Statt ein modern geprägtes Römer-Serienepos zu werden, tritt Britannia auf der Stelle und ist eher 70er Jahre Drogenrausch als FANtasy Historienserie.

+ Vielversprechendes Szenario

+ Die Staffel hat ihre Momente

– Verwirrende Zusammenhänge

– Verschenktes Potenzial

– Viele Unklarheiten

– Wenig fesselnd

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